Jetzt geht es um das Morphen von Masken und Formen in After Effects.

Masken morphen

Als erstes erstellst du eine neue Komposition mit einer Farbfläche.

Du wählst die Ebene aus und mit dem Masken-Werkzeug erzeugst du eine Maske.

Dazu kannst du die Tasten cmd + shift drücken, damit die Proportion gleichmäßig bleibt. Unter dem Menüpunkt „Ausrichten“ zentrierst du die Maske. 

Jetzt zeichnest du eine zweite Maske.

Nun kopierst du den eine Maskenpfad auf den anderen Maskenpfad.

Dazu musst du den Maskenpfad auswählen und cmd+c drücken.

Jetzt setzt du einen Keyframe, um den Zustand der einne Maske festzuhalten. Ein Stückchen weiter in der Zeit, fügst du mit cmd + v den Wert der zweiten Maske hinzu. After Effects erzeugt einen neuen Keyframe mit den Informationen der Form der jeweils anderen Maske.

Jetzt verformt sich die eine Make in die andere Maske.

Eigentlich müsste man sagen sagen, dass man den Pfad morphed und nicht die Maske. Und das führt uns zu dem Thema, wie man Pfade von Formebenen morphed.

Formebenen morphen

Erstellt man eine Formebene musst du darauf achten das der Haken bei „Bézier-Pfad“, rechts in der Werkzeugleiste, aktiviert ist.

Die Unterschiede bestehen darin, dass man beim Bézier-Pfad, eine Formebene mit einem freien Pfad erstellt. Eine Freiformebene der man auch im Nachhinein mit dem Zeichenstift-Werkzeug Knotenpunkte hinzufügen kann.

Ist der Haken hingegen nicht aktiviert, wird eine parametrische Formeben erstellt, d.h. die Formebene lässt sich nur mit bestimmten Parametern verstellen und eben nicht „frei“.

!Hier noch eine kleiner Hinweis: Erstellst du mit einem Doppelklick eine Formebene musst du den Pfad auch in einen „Bézier-Pfad“ wandeln, obwohl der Haken gesetzt ist.! 

Das ist allerdings auch nicht schlimm, mit einem Rechtsklick auf dem Gruppen-Pfad wandelst du die parametrische Form in einen „Bézier-Pfad“ um.

Auch bei Formebenen kopierst du den einen Pfad auf den anderen Pfad.

Dazu erstellst du zwei Formebenen, einmal z.B. das Polygon und einmal den Stern.

Jetzt kopierst du den Pfad der einen Formebene und setzt einen Keyframe, um die Maske festzuhalten. Gehst in der Zeit vorwärts und fügst den anderen Pfad ein.

Buchstaben morphen

Möchtest du Buchstaben morphen, musst du aus Buchstaben einen Pfad erzeugen.

Mit dem Textwerkzeug schreibst du einen Buchstaben, z.B. ein „V“

Im Kontextmenü (Rechtsklick auf der Ebene) wählst du unter dem Menüpunkt „Erstellen“ | „Maske aus Text erstellen“. After Effects erstellt dann eine neue Farbfläche mit einer Maske in der Form des Buchstabens.

Oder du wählst „Form aus Text erstellen“ aus, dann erstellt After Effects eine neue Formebene mit dem Pfad in der Form des Buchstabens.

Ich erstelle eine Formebene aus dem „V“.

Anschließend wiederholst du diesen Schritt mit einem zweiten Buchstaben, hier, z.B. „C“ und kopierst den einen Maskenpfad (cmd + c) auf den anderen Pfad (cmd +v).

Die Textebenen können (mit dem Auge) ausgeblendet werden!

Mit einem Rechtsklick auf einem Scheitelpunkt lässt sich „Über Pfad für Maske und Formen“ | „Ersten Scheitelpunkt festlegen“ bestimmen, welche beiden Maskenstart-Punkte sich zu einander verformen sollen.

!Übrigens: Hier lässt die Farbe unter Fläche viel einfacher animieren, als bei der Farbebene!

Illustrator Pfade morphen

Hast du eine Illustrator-Datei muss du nur noch in der Komposition im Kontextmenü unter „erstellen“ | „Formen aus Vektorebene erstellen“ auswählen. Du hast eine Formebene mit Gruppen, unterteilt in Pfade.

Der Rest ist dann viel Phantasie und Fleißarbeit.

Grafik morphen mit dem Effekt „Umformen“

Möchtest du eine Grafik, z.B. ein .png, in eine andere Grafik morphen, entsteht  zunächst die Frage wie du daraus Pfade machst?

Du platzierst die Grafiken je in eine Komposition und diese beiden Kompositionen legst du in eine neue Komposition. In dieser Komposition wählst im Menü „Ebene“ | „Pausstift“ aus. Der Haken sollte bei „Auf neue Ebene anwenden“ deaktiviert sein.

Eventuell musst du jetzt noch Ungenauigkeiten bei den Masken mit dem „Scheitelpunkt-löschen-Werkzeug“ entfernen.

Die Einstellungen variieren von Grafik zu Grafik und sollten so eingestellt werden, dass man so wenig Scheitelpunkte, wie gerade nötig hat um die Grafik zu maskieren.

Die Masken werden in den jeweiligen Ebenennamen umbenannt, damit man sie später besser zuordnen kann.

Anschließend kopierst du die jeweilige Maske der einen Ebene auf die andere Ebene.

Aus den Effekten wählst du den Effekt „Umformen“.

Die Ausgangsmaske ist die Maske bei der das Morphen starten soll und die Zielmaske, ist die Maske in die sich die Grafik verwandeln soll.

Automatisch entsteht eine Linie zwischen zwei Punkten, den Korrespondenzpunkten. Mit diesen Punkten definierst du die Bereiche die sich „umformen“ sollen.

Mit gedrückter „alt-Taste“ kannst du neue Korrespondenzpunkte hinzufügen.

Du kannst die Punkte hin und herschieben, dabei musst du darauf achten, dass ein kleiner Kreis am Mauszeiger erscheint, erst dann kannst du mit gedrückter linker Maustaste den Punkt verschieben.

Hast du genügend Korrespondenzpunkte angegeben, wird ein Keyframes mit 0 Prozent und ein Keyframe mit 100 Prozent im Effekt „Umformen“ gesetzt. Jetzt interpoliert After Effects das Umformen.

Diese Schritte wiederholst du mit der anderen Ebene und blendest die Ebenen zum Schluss ineinander über.

Unter dem Punkt Elastizität lässt sich die Art verstellen wie After Effects die Pixel umformen soll. Einfach mal ausprobieren!


Du musst dir den 15 minütigen Filmausschnitt leider herunterladen, um ihn sehen zu können: 15 Minuten Psycho

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